RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#16 von Schiggy096 , 13.02.2018 13:26

Hallo zusammen,

Wie Benny schon erwähnt hat werde ich sein Projekt übernehmen. Zur Zeit breite ich das Urmodell vor, um daraus eine Form zu machen. Bis dahin spare ich Geld um mir meine Materialien zu kaufen. Normal baue ich nicht mit Polystyrol, aber ich möchte es mal ausprobieren. Als Fernsteuerung verwende ich meine F14 von Robbe. Als Empfänger wähle ich den von conora, den selben den ich auch bei meinem Typ VIIc verwende. Als erstes erstelle ich mir eine Einkaufsliste.

Kurze Frage mal am Rande. Welchen Fahrtenregler und Servo habt ihr bei euren Wespen genommen. Es gibt ja diese Mini Servos. Ich verwende meistens die von modelcraft.

Ich persönlich weiß noch nicht ob ich die 1160g Marke einhalten kann. Ich versuche vieles aus Polystyrol zu bauen.

Gruß Fabian

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#17 von Fuzzy , 13.02.2018 14:11




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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#18 von Schiggy096 , 13.02.2018 20:56

Abend zusammen.

@Danke dir Fuzzy, für die antwort.
Ein sehr schönes Modell, was du gebaut hast .

Da ich ja die Form baue, ging es da zu Zeit weiter.
Sie wurde von Benny im August so gespachtelt, das sie ordentlich aussah. ( aus meiner Sicht)

Ich habe dann im Dezember gesehen, dass sich Risse gebildet hatten. Nach gespachtelt und trocken geschliffen. Nun war es an der zeit die erste Farb schicht auf zubringen, um später den Bohnerwachs zusehen ( der ist nämlich rötlich). das Urmodell wurde gebohnert mit einer dünnen Schicht, dies dient dafür das man später besser das Negativ wieder heraus bekommt. Trennwachs drauf und Gelcoat drauf.
Nur war das Gelcoat nicht mehr in Ordnung. Ich hoffe das auf dem Urmodell der Lack glatt ist und nicht so wie außen. Als nächsten Schritt werden wir ( ich und Herr Peschke) die Form laminieren. erstmal machen wir 3 lagen drauf. Diesen Vorgang werde ich näher beschreiben.

Seht selbst:


Mich erinnert das irgendwie an eine Raufasertapete, wo bei nur sehr feine. Als man in seinen Jungenjahren in der Bockecke stehen musste, weil man wieder irgendeinen Mist gemacht hatte oder einfach zum aus Bocken. natürlich wurden diese kleinen Holzsplitter vor lauter Langeweile heraus gepult und dann gabe es noch mehr Ärger. Das waren noch Zeiten.


Gruß Fabian

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#19 von Fuzzy , 13.02.2018 22:54

Neee Schiggy so kannst du dein Urmodell nicht lassen,die Oberfläche muß glatt sein wie ein Babypopo sonst bekommst du es später nicht aus der Form heraus bzw.die Oberfläche des Abgusses ,der Rumpf der dein Modell werden soll, ist genau so schlecht oder sogar schlechter als das Urmodell selbst.Also schleifen was das Zeug hält

Das ist mein Urmodell




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#20 von Schiggy096 , 14.02.2018 06:44

Morgen, Fuzzy,

Ich glaube du hast die selbe Befürchtung, wie ich. Das Urmodell ist glatt, wie ein babypopo. Das steht schon Mal fest, um so mehr spachteln auf den fertigen Rumpf, um so mehr Gewicht. Das ist mir klar. Nur ist eben meine Befürchtung, dass die glatte Oberfläche durch die Schicht des Gelcoats genauso aussieht, wie außen. Beim verarbeiten des gelcoat war das nicht wie gewohnt. Normal ist es, ja so dass das man auch eine glatte Oberfläche hat. Die Farbe kommt gleichmäßig aus der Sprühdose. Nur was das diesmal nicht der Fall . Sie kam mehr immer Stückchen weiße raus. So mit ist es kein sprühen mehr gewesen sondern mehr trauf gesprengelt . Da ist so eine 50% Chance mit dabei das die innen seite doch glatt ist,was natürlich der bessere Fall wäre. Da werde ich mich nochmal beraten mit Peschke , denn dabei habe ich kein gutes Gefühl .

Mal schauen, bis jetzt habe ich mir das Urmodell noch nicht weiter angeschaut. Ob auch das Gelcoat auch wirklich trocken ist. Nicht das es wie bei Benny zäh ist wie Graugummi. Wenn nicht wird das wieder eine Sau Arbeit.


Gruß Fabian

 
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#21 von Fuzzy , 14.02.2018 10:10

Moin Schiggy,
zweimal habe ich Formen für Schiffsrümpfe gebaut und zwar nur deshalb weil ich ausprobieren wollte ob ich dazu in der Lage bin.
Meine Vorgehensweise war folgende.

1.Das Urmodell muss glatt sein

2.Um letzte kleine Macken zu füllen wird Spritzspachtel aufgesprüht und wieder geschliffen

3.Dann wird das Urmodell lackiert,danach findest du bestimmt noch ein paar Macken.

Dieses Urmodell ist fertig um davon ein Negativ ( die Form ) zu machen


Das Urmodell ist das Maß aller Dinge,je besser seine Oberfläche desto besser die späteren Abgüsse/Rumpfschalen.

4.Erst dann wird vom Urmodell die Form gemacht,in der Später die Rumpfschalen laminiert werden

Urmodell und Form


5.Willst du einen ersten Rumpf zum Bau deines Modells ab formen/ laminieren wird zuerst die Form sorgfältig gewachst.

6.Danach kannst du,musst du aber nicht,Gelcoat auftragen.Gelcoat besteht aus zwei Komponenten,
es muss genau nach Rezept angemischt werden,so war es damals,vielleicht gibt es heute schon andere Techniken.

7.Wenn das Gelcoat ausgehärtet ist kannst du anfangen zu laminieren,und zwar mit Gewebe,Köper gewebt,nicht mit einer Matte.

8.In kleine Radien oder scharfe Ecken die befürchten lassen das sich dort das Gewebe schlecht einfügt,nimm Glasfaserschnipsel oder Baumwollflocken,rühre sie mit Epoxy an und schmiere diesen Brei an/in die genannten Stellen.

Beim laminieren wird das Gewebe in die Form gelegt und vom Kiel nach außen Epoxy aufgetupft ,nicht streichen sonst bekommst du Luftlöcher



9.Der neue Rumpf muss einige Zeit ungefähr 2 Tage in der Form aushärten.

Laminierter Rumpf,unbeschnitten


10.Nimm ihn noch nicht aus der Form sondern sondern beschneide erst die Ränder,

11.Klebe in den Rumpf,unterhalb des späteren Decks Leisten ein,damit verhinderst du das er sich beim Herausnehmen verformt,gleichzeitig dienen dir die Leisten als Deckauflage.


Einen Rat noch:Halte dich ans Mischungsverältnis der Materialien die du verwendest,sonst




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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#22 von Schiggy096 , 14.02.2018 13:39

Mahlzeit zusammen,

@Fuzzy

Bei deiner Auflistung hat mein Bruder Punkt 1-4 schon so gut wie er es konnte erledigt.



Ich habe da noch eins, zwei Stellen gesehen, die er nicht bearbeitet hatte. Benny möchte aus der Wespe ja einen Schlepper bauen. Ihm ist leider beim schleifen oder straken der 1. und 2. Spant gebrochen. Somit musste er den Bug gerade machen. Ein Vorteil hat es für hin. Er kann so mit später auch Bugsieren. Ein Nachteil für mich die Bugwulst fehlt. ( Mehr Gewicht)

Wie ich sehe machst du Silikon- oder Gipsformen. Kann man so machen. Wir im Verein verwenden eine andere Variante des Formbaus.

Wie du schon geschrieben hast. Wichtig dabei ist dass das Urmodell eine glatte Oberfläche hat und keine Fehler aufweist.
Es wird gewachst. Wir verwenden da 2 unterschiedliche Sorten von Wachs . Bohnerwachs und Trennwachs. Zwischen dem Bohnerwachs und Trennwachs sollten erstmal der Bohnerwachs trocknen und dann erst Trennwaschs drauf. Dann kommt Gelcoat auf diese Wachsschichten. Hierbei ist es wichtig das es dünne Schichten sind. Durch den Kunstharzlack wird die glatte Oberfläche bei behalten, wenn man dies nicht macht muss man viel spachteln und schleifen. Ich spreche da aus Erfahrung.Mein erstes Modell hat nämlich einen GFK Rumpf der gespachtel wurde. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht Gelcoat in Verwendung. Wir haben ein ganzes halbe Jahr mit Schleifen verbracht, da merkte ich u.a. dass das schleifen eine sehr gute Sache ist. Viele finden schleifen Öde. Ich find es super.

Jetzt kommen 2-3 Lagen Glasfasermatten oder gewebe drauf .weiß ich leider nicht mehr. Ich weiß früher hatten wir nur Matten und mussten immer sehr viel spachteln und schleifen. Bei dem verarbeiten des Glasfasers ist es wichtig das man tupft und nicht streicht. Das war die erste Lektion, die wir im Verein gelehrt bekommen haben. Wichtig ist auch noch bei den mehreren lagen das die Zwischen durch auch trocken. ( hier bei habe ich eine kleine Wissenslücke) Bevor man aber die 3. Lage laminiert, müsen Messingringe mit einem M6 Gewinde einlaminiert werden. ( kann auch im nachhinein passieren, nach der 3. Lage) Man beachte dabei die Lage der Messingringe . Am besten unter dem Rumpf, nicht an die Seitenwände sonst kann man nicht den Rumpf entformen später aus der Form. Meistens sind es 3 Messingringe, einer vorne und hinnten 2. In meinem Fall reicht sogar vielleicht einer ( hier fehlt mir die Erfahrung).

Es ist wichtig das die Form mehr Lagen hat als später der Rumpf.

Wenn die Form ausgehärtet ist, wird das Urmodell entnommen. Hierbei kann es passieren, dass man das Urmodell zerstören muss oder es ohne große Mühe aus der Form ziehen oder einfach raus blummst. Nach dem das Urmodell aus der Form ist, wird an den Stellen ein Loch gebohrt, wo die Messingringe sind. Hier ist zu beachten das man den Kernbohrer nimmt, denn der Nenndurchmesser eines M6 Gewinde ist 6mm also von Flankenanfang zur anderen Seite des Flankenanfangs.Wenn man mit 6 mm Bohrer bohrt, bohrt man das Gewinde aus. Ich habe mal gerlernty das man den kernbohrerdurchmesser ganz einfach berechnen kann. Nenndurchmesser des Gewindes * 0,8= Kernbohrerdurchmesser (6mm*0,8=4,8mm). Als nächstes wird nur noch mal das Gewinde nachgeschnitten (gebohrt wie eigentlich richtig heißt) Die Form wird dann kontrolliert auf Beschädigung der Gelcoatschicht. Darauf hin wird sich noch man an beschäftigten Stellen gespachtelt.

Bevor jetzt Vorbereitungen zum Rumpf bau ( wachsen,laminieren) gemacht werden kann, ist es wichtig kleine Metallbleche ( kann von 0,3 mm - 0,5 mm Blechdicke) auf die Lage der Messingringe in der Form zu legen. Diese Metallbleche werden mit dünnen doppelseitigen Klebeband in die Form geklebt.
So nun wird sie wieder gebohnert und mit Trennwachs besprüht. Bevor eine dünne Schicht Gelcoat herein gespritzt wird muss der Wachs trocken. Wenn die Gelcoatschicht trocken ist, ist die Form fertig für das laminieren.

Wenn ich immer richtig aufgepasst habe, bei meinem Modellbaumeister, wird mit 2 Lagen Glasfaser laminiert bei normalen Modellen. In unserem Fall mit einer. Wir müssen ja Gewicht sparen.
Die erste Lage ist immer Gewebe und die zweite ist immer eine Matte.



Wenn alles gut durch getrocknet ist, kann entformt werden. Beim Entformen ist zu beachten das man vorsichtig die M6 Schrauben anzieht. Man darf nicht mit Gewalt die Schrauben anziehen, da sonst der Rumpf reißen kann. Zuviel druck auf einmal ist nicht gut. Meistens geht das sogar sehr leicht. Schraube bis zum Blech angezogen und gerade den ersten Gewindegang durch und schon war der Rumpf draußen.

Nun ist es wichtig die Rumpfhöhe ein zu zeichnen. Bei manchen Rumpfformen kann man das einfach machen wie bei dir Fuzzy. Bei komplizierten Rumpfformen, wie diese oder einer Mauken . Nach dem anzeichnen abtrennen.


Mauken im Maßstab 1:20 im Hintergrund mein Seenotrettungskreuzer.

Als Kunstharz verwenden wir Polyester.

Die Formbau Methode verwenden wir auch nur, weil wir meistens zu viel Polyester haben.
, da wir meistens nie die ganze Büchse verarbeiten können. Es bleibt zu viel Polyester übrig ( ohne härter in der Büchse) . Wie Fuzzy schon geschrieben hat. Bei Polyester oder Epoxy ist es wichtig das Mischverhältnis genau ein zuhalten.

Wenn es interessiert:

Das eine oben gezeigte Rumpfausschnitte gehört diesem schönen Schiff an.



Angefangen wurde es letztes Jahr im Sommer von meinem Modellbaumeister Herr(K.-H.) Peschke.



So sah es Ende Januar aus. da neben mein Seenotrettungskreuzer.

So ist der Plan. Ich werde das noch genauer beschreiben, da ich das nie selbst mit gemacht habe. Es wird uns meistens gezeigt, wo es trauf ankommt und wie es funktioniert.

Deine Variante des Formbaus ist auch richtig. Vor und Nachteile haben beide . Welche kann man an anderer Stelle diskutieren.

Hier bei eine Frage mit was tupfst du Fuzzy mit Pinsel oder anderen Werkzeug?? Wir tupfen mit einem Pinsel.

Gruß Fabian

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#23 von charlie096 , 14.02.2018 16:13

Guten Abend die Herren,

Alle drei Varianten sind Richtig und ja mir ist der 1. Spant mit der Wuls gebrochen im nachhinein beim ersten groben Schleifen.

Fabian ich meine bei der Form kommen 4-6 lagen Matte drauf, bei großen Formen mehr und bei kleineren eben nur 4.
Und die Schichten trocknen schichtweise ( oder iree ich mich da)

Sonst super und Gruß Benny

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#24 von charlie096 , 14.02.2018 16:20

Ich noch mal,
habe die Bilder meiner Ablieferung
im Ende August 2017 gefunden, aber seht Selbst.

Bilder sind mit Handy hochgeladen







Gruß Benny

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#25 von Frans , 14.02.2018 16:44

@ Schiggy096

Hallo Fabian,

wenn Du Dir die Zeit nimmst und ein wenig lesen willst, in Ergänzung zu dem was Dir fuzzy bereits geschrieben hat, so solltest Du hier im Forum lesen unter:

• Tipps & Tricks -> GFK Rumpf selber bauen, von Markgraf, 06.12.2017 12:07, und den dortigen ersten Link öffnen. Unter dem Link ist sauber erklärt wie man Urmodell, Form und Rumpf baut.

• Bauberichte – Zivil von 1933 -> Salon-Schnelldampfer BERLIN, von woldig 26.02.2017 17:32. Auch hier wird der Bau von Urmodell, Form und Rumpf erklärt.

Noch ein Hinweis, schau Dir die Unterschiede zwischen Gelcoat und Topcoat an und schüttel Farbspraydosen vor Gebrauch lange und kräftig, anderenfalls wirst Du keinen sauberen Film (Farbschicht) sprühen können.

Gruß Frans

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#26 von Schiggy096 , 14.02.2018 21:33

Abend zusammen,

Ich danke euch für die vielen Tipps und dem Austausch von Informationen.

Ich habe sogar ein Buch über den Formbau.
Ich habe mal die Rubrik Tips und Tricks durch stöbert und bin da auf sehr interessante Themen gestoßen. Wie z.b. Tiefziehen . Damit könnte ich ja die Beiboote machen.

Gruß Fabian

PS: die Wespe ist für die Wintersaison gedacht.

 
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#27 von Fuzzy , 14.02.2018 22:57

Nach den neuen Fotos die ihr eingestellt habt weiss ich nun wie ihr baut und warum euer Urmodell beim Ausformen zerstört wird.
1.Ihr wachst euer Urmodell
2.Auf das Wachs kommt das Gelcoat.
3.Auf das Gelcoat laminiert ihr Matten oder Gewebe in mehreren Schichten mit Polyesterharz,das dann eure Form ist
4.Ihr versucht das Urmodell aus diesem Laminat heraus zu zíehen was jedoch nicht immer gelingt und dabei zerstört wird.

Der Fehler warum euer Urmodell zerstört wird ist der, das am Urmodell das Deck fehlt das über den eigentlichen Rumpf hinaus ragen sollte.
So wie ihr laminiert ragen die Matten oder Gewebe in das spätere Rumpfinnere hinein,blockieren damit den Umriss des Urmodells.
Ihr müsst ein Deck aufschrauben das umlaufend größer ist als der Modellrumpf selbst,dann könnt ihr nicht in die spätere Rumpföffnung hinein laminieren sondern laminiert direkt auf die aufgeschraubte Platte,dadurch bleibt das spätere Rumpfinnere frei und das Urmodell lässt sich ohne Probleme herausziehen.
Siehe mein Foto nach Pkt.9,die Überstände ragen nach außen über den Rumpf hinaus, bei euch ist es umgekehrt,die Überstände ragen nach innen
Nachtrag 15.02.
Du wirst dein Urmodel sowie den fertig laminierten Rumpf mit Sicherheit nie in einem Stück aus der Form bekommen und zwar deshalb weil der Rammsporn "unter sich geht" wie man so schön sagt nicht er wirkt wie ein Keil.




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#28 von Schiggy096 , 16.02.2018 16:28

Hallo zusammen,

Zitat von Fuzzy im Beitrag #27


"unter sich geht" wie man so schön sagt nicht er wirkt wie ein Keil.






Fuzzy was meinst du damit???
Diese Wort wahl kenn ich leider nicht.

z.b. Sagt man bei uns mach mal eine 15 . Da mit ist gemeint das man eine Pause machen soll. Habe ich von meinem Modellbaumeister gelernt.

Ich kann mir vorstellen das du meinst, dass der Rammsporn eine Hinterschneidung ist und so mit beim entformen stört.
Jetzt kommt mein kleines aber. Der Rammsporn ist bei uns nicht vorhanden. Benny hat mir klärt das er beim straken ihn mit gebaut hatte. Nur beim 1. Schleifversuch ist vorne ein Spant gebrochen, da war bestimmt bei der Wahl des Holzes schon ein Fehler aufgetretten. Wie er hin weg gemacht, kann ich dir nicht beantworten. Zu mindestens muss ich den irgendwie ran bekommen, ohne das der Rumpf dann noch mehr wiegt.

leider kann ich dir in diesem Punkt nichts genaueres sagen, wie er das mit den Restern macht des Glasfasers. Eine Idee wäre das er, bevor das Urmodell entformt wird. Er es abschneidet und dann entformt. Ein positives hat es meistens so passt ein Rumpf der er eine Länge von einem 1m und eine Breite von 20 cm besser in unsere kleine Kiste für die Reste von Holz.

Gruß Fabian

 
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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#29 von Fuzzy , 16.02.2018 17:42

Du hast recht,Hinterschneidung ist das bessere Wort dafür
Den Rammsporn kannst du auch nachträglich noch anformen.Eine Fotokopie vom Bug machen auf Alu- oder Kupferblech kleben, aussägen,den Rumpf vorn aufschlitzen und einkleben.Anschließend alles schön machen, fertig.
Die ersten beiden Rümpfe aus der Form sind bei mir auch in die Hose gegangen,der 3. war dann endlich einigermaßen brauchbar,allerdings wurde mir schnell klar der vorne eine kritische Stelle hat.



Wie schon im vorhergehenden Beitrag geschrieben:
Du solltest dort wo sich die Decks an deinem Urmodell befindenein Brett das umlaufend größer ist aufschrauben.Wenn du dann laminierst,kann kein Gewebe auf das Deck gelangen,so das beim ausformen das Urmodell frei liegt und sich leicht herausnehmen lässt.Außerdem bekommst du dort umlaufend eine scharfe Kante auf der sich der Beschnitt für die Folgerümpfe leicht anzeichnen lässt.

Leider hat man gerade das was in 20 Jahren gebraucht wird damals nicht fotografiert
Im Prinziep ist es aber das gleiche wie bei dir.Ich habe eine Sillikonform gebaut:Mein Urmodell liegt über Kopf auf einem Brett

Der Höhenunterschied zwischen den 3 Decks ist durch eine Holzkonstruktion ausgeglichen

Die Kiste wurde mit Silikon gefüllt und dann entfernt.
Du siehst umlaufend schöne grade Flächen (das wären die Flächen vom Brett) mit deren Hilfe sich der Rumpfumriss gut anzeichnen lässt,außerdem kannst du den Rumpf leicht entnehmen




Vom Gewicht her brauchst du dir nicht so goße Gedanken machen,soweit wie ich mich erinnere habe ich 3 Gewebe a´163 g/m² laminiert




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RE: Eine Kanonenschiff der Wespe-Klasse in 1:100

#30 von Schiggy096 , 19.02.2018 15:44

Hallo zusammen,


Gestern war ich bei uns im Vereinskeller. Ich gehe jeden Sonntag meinem Hobby nach. Ich habe zum ersten mal laminiert. Ich habe noch viel zu lernen.

Meine Einschätzung für das erste Mal war es gut. Gerade Flächen und Rundungen gingen ganz einfach von der Hand. Nur hatte ich Probleme mit dem Bug und Heck, später dazu mehr.


Wir schneiden die Glasfasermatten in 30mm x 50-70mm Streifen. Sie werden auf eine alte Platte von einer Palettenunterlage, wie sie bei gestapelten Glasflaschen als Trennschicht verwendet werden.

Offtopic an
Ich und Benny haben mal in einer Abfüllfabrik für Liköre oder anderen Spirituosen als Ferienjob gearbeitet.Nein wir würden nicht abgefüllt. Aber es gab mir einen weiteren Grund, warum ich kein Alkohol mag. So viel Zucker habe ich noch nie gesehen , wie viel da an Liköre rankommt. Man hatte da immer dieses charakteristischen Geruch in der Luft.

Offtopic aus.

Man hat nun einen Streifen dazu liegen. Man nehme den Pinsel und tupft ihn mit Polyesterharz ein. Dann legt man den nächsten auf die Hälfte des anderen Streifens und wieder holt da so lange bis man 5 Streifen hat. Nun kommt Polyesterharz auf den Rumpf, wo man gleich einer der Streifen hin laminiert. Der Streifen wird mit einem Stück Holz so gelegt, das man ihn nehmen kann.
Man nimmt hin und er wird bündig mit dem Urmodell ( Deckkante) gelegtund nochmals mit dem Pinsel übertupft. Dies verhindert das nach innen Lappen der Matte. Man wieder holt das solange bis man wieder 5 neue Streifen braucht bis das ganze Modell laminiert ist.

Hört sich einfach an ist es auch. Es ist noch wichtig, wie man die Streifen trauf legt. Beim tupfen kann es passieren das sie nochmal verrutschen, dass ist mir passiert. Ich habe am Bug einen Streifen überlappen lassen auf die andere Seite des Bugs und von der anderen Seite genauso, dabei verschiebt man immer die andere Seite der Matte beim tupfen. Ich hätte auf der anderen Seite von der Überlappung weiter laminieren sollen. Nun sind am Heck und Bug groß Luftlöcher bzw. Die Matte liegt nicht an.

Wie man sieht gibt es auch Rückschläge die sein müssen, das man daraus lernt und es besser macht. Ein Meister ist noch nicht vom Himmel gefallen, sagt man mir immer.

Entformt bzw. Weitere Arbeitsschritte werden nächsten Sonntag folgen, so wie Bilder zum angucken.

Gruß Fabian

PS.: Für weitere Tips oder wie ihr es macht bin ich offen.

 
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