Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#1 von Gelöschtes Mitglied , 13.10.2015 16:22

...............sondern Augusta Marie Luise Katharina von Sachsen-Weimar-Eisenach,Ehefrau Kaiser Willhelms I.Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen........


Hier mit ihrem Mann Kaiser Wilhelm I. (Quelle Wikipedia)

(* 30. September 1811 in Weimar; † 7. Januar 1890 in Berlin)

...........und Namensgeberin der Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta an der ich schon seit 31 Monaten arbeite.


Die Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta wurde von 1890 bis 1892 mit der Baummer 53 auf der Germania Werft in Kiel gebaut.

Bei einer Länge von rund 123 m und einer Breite von ungefähr 15,60 m betrug ihre Verdrängung ca.6300 t.

Sie wurde von 3 stehenden 3zyl.3-fach Expansionsmaschinen mit zusammen rund 13000 PS
angetrieben und erreichte damit eine max.Geschwindigkeit von 21,5 kn.Damit war Sie das schnellste Schiff der kaiserlichen Marine.

Während ihrer Dienstzeit erfolgten des öfteren Umbauten die auch ihre Bewaffnung betrafen wobei die stärkste aus 12 Schnellfeuerkanonen 15 cm/L35,8 Schnellfeuerkanonen 8,8 cm/L30,und 4 Torpedorohren bestand.

Lt.Gröner war sie alles andere als ein gutes Seeschiff,heftig schlingernd und stampfend,schwere See von vorn gefährdete die Back,ihre Abdrift durch Wind war erheblich,die Steuerung und Manövrierfähigkeit nur mittelmäßig.

Bereits vor ihrer Indienststellung ,ohne die notwendigen Probefahrten absolviert zu haben,wurde sie zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der Entdeckung Amerikas vor 400 Jahren nach dort entsand.
Bei den Überfahrten stellte sich heraus das die Verbände und Bauteile zum Teil viel zu schwach waren und erheblich verstärkt werden mußten.

Die Kreuzerkorvette war bis 1902 im Ausland,später Artillerieschulschiff. 1920 wurde sie in Kiel abgewrackt.

Als 1989 die Mauer zwischen Ost-und Westdeutschland fiel wurden auch die Archive in Potsdamm,in denen die Russen alles was mit Militär zu tun hat verwahrten,geöffnet.

Über Umwege fiel mir per Zufall :D ein Stapel DIN A4 Seiten,ungefähr zwei Daumen dick,in die Hände, sie entpuppten sich als Kopien eines Originalplans der Kreuzerkorvette Kaiserin Augusta.Neugierig wie Modellbauer halt sind wurde das Papier zu einem Plan zusammen geklebt und begutachtet.Dabei stellte sich heraus das eine ganze Menge " Plan"fehlte,zudem war der ehemals sehr große Plan beim Kopieren auf den damals noch ungenau arbeitenden Kopieren stark verzerrt worden.

Ich habe den Plan nach bestem Wissen und Gewissen zusammen geklebt und im Copyshop kopieren lassen.
Die Spanten waren unvollständig,nur als Halbspant dagestellt, und ebenfalls verzerrt.

Nachdem alle eingescannt waren habe ich sie in tagelanger Arbeit zu ganzen Spanten zusammen gesetzt und in einen gemeinsamen Massstab umgerechnet.

Aufgrund der Verzerrungen beim Kopieren und meinen eigenen Ungenauigkeiten beim Zusammensetzen kam das dabei heraus.



Ein paar Spanten fehlten,alle anderen waren zu breit oder zu schmal.Es gibt einschlägige Literatur aus der ersichtlich ist welche Maße welches Schiff hat.Diese Maße wurden ins Zeichenprogramm eingestellt,die vorhandene Spanten ungefähr dort plaziert wo sie sein müssen,weil derCopyshop-Plan längst nicht diesen Maßen entsprach,und dann solange eine Kurve um die Spanden gelegt bis der Straak einigermaßen i.O. war.

Nun konnten die fehlenden Spanten ausgemessen werden um sie dem Plan hinzuzufügen.



Das der Riss auf Anhieb nicht passt, war mir von vorn herein klar.Beim folgenden Versuch wurden sie schon mal nach meinen Vorstellungen gestaltet,auch das nur als erster Versuch.



Der nächste Versuch sah dann so aus.Hier als Einzelspant gezeichnet.

Mein Plan war,ein Modell zu bauen bei dem der Rumpf der Länge nach in zwei Teile geteilt ist.
Deshalb besteht jeder Spant aus einem Unter-und Oberspant,beide Hälften sind durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.Diese Verbindung wollte ich,nachdem der Rumpf-Rohbau beendet ist,kappen.
Damit kein Wasser beim Schiffchenfahren ins Unterteil gelangt muß ein Süll vorhanden sein der das verhindert.Die Befestigungsflächen dafür sind die senkrecht stehenden Teile am Spant die später durch schmale Brettchen miteinander verbunden werden.

zuletzt bearbeitet 24.05.2017 12:02 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#2 von Gelöschtes Mitglied , 14.10.2015 12:31

So,nächster Schritt!
Spanten ausdrucken auf Sperrholz deiner Wahl kleben,und dann aussägen.



Wer mir schon einmal beim Bau eines Spantgerüst´s über die Schulter gesehen hat,weiss das ich die Spanten immer auf Kiel aufbaue,nie über Kopf.



Anschließend mit Leisten beplanken,immer schön wechselseitig damit sich der Rumpf nicht verzieht.



So lange wie möglich bleibt der Rumpf unten offen damit er immer wieder in die gleiche Lage gebracht werden kann.



Wichtig ist zu erwähnen das, bevor das Deck drauf kam vorn und hinten noch je ein Zentriestift eingebaut wurde.Jeder besteht aus zwei Teilen die möglichst genau ineinander passen sollen damit beide Rumpfhälften beim Zusammenstecken genau übereinander passen.




Nun war der Zeitpunkt gekommen beide Rumpfhälften zu trennen.

Hier wird am Unterteil der Süll angeklebt.



Von Spant zu Spant gibt es Zwischenräume in die ich keine Sperholzbrettchen eingeklebt habe um dann von vorn bis hinten einen gleichmäßigen Straak herzustellen,denn hier befindet sich die untere Dichtfläche, wie ich sie nenne,hier liegen beide Rumpfhählften ausfeinander.



Während des Bau´s gab´s immer wieder neue Ideen, wie was verbessert werden kann oder was vielleicht nicht so gut ist und wieder abgerissen wird.
Nirgends habe ich gelesen und/oder detailierte und chronologisch geordnete Fotos gesehen wie der Bau eines zweiteiligen Rumpfes ablaufen muß,soll oder kann.
Das es keine Gebrauchsanleitung geben kann war mir schon klar,schließlich hat jedes Modell seine eigenen Tücken.
So, hier sind beide Hälften aufgeklappt,um zu zeigen wie es prinzipiell gehen könnte.

zuletzt bearbeitet 26.12.2015 17:30 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#3 von Gelöschtes Mitglied , 24.10.2015 11:09

Einmal kam mir die Idee das der stumpfe Süll im Bugbereich des Unterteils eventuell Wasser aufstauen könntet das dann über den Süll ins Boot läuft.
Das die Rumpfteilung vom Wasser durchströmt wird war mir klar,Abhilfe könnte nur eine Dichtung bringen,aber gerade das wollte ich nicht.

Auslöser meiner Gedanken war dieses Weltmeisterschaftsmodell das ich vor etlichen Jahren in
Pirna sah.










Das der Kollege sein Panzerschiff übermotorisiert hat ist eindeutig,so viel Gas wie er hätte ich allerdings nicht gegeben.
Aus meiner Sicht ist das gelbe U-Profil im Bugbereich an dem Desaster schuld.Bestimmt ist Wasser dort hinein gelaufen, hat sich aufgestaut und lief dann in den Rumpf.



Laminieren mit Glasfasergewebe Köper 160g/m²



Gespachtelt und geschliffen.
Die schwarze Linie dient als Kontrast damit ich den Straak der Rumpfteilung besser sehen und überprüfen kann.

zuletzt bearbeitet 29.01.2017 15:57 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#4 von Markgraf , 24.10.2015 12:59

Hallo Günther ,
der Russe hat dafür gesorgt , dass seine Fahrt zur bleibender Erinnerung für alle Zuschauer wurde !
Bei dem letzten Treffen in Unterhaching haben viele Zuschauer bedauert , dass dieses Jahr kein Modell
im Schwimmbad versenkt wurde . Im vorigen Jahr ging sogar ein großer Raddampfer unter , was nur dem
Besitzer die Tränen der Trauer in die Augen trieb , für die Kinder war es der Höhepunkt der Veranstaltung !
Dieses Jahr stand der reparierte Raddampfer nur in der Sporthalle .
Gruss Jürgen


 
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RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#5 von Boris279 , 24.10.2015 13:48

Very beautiful ship and nice pictures,

The way you work is nice to see.

Sad for the Russian to see his ship sunk, saw that in the past in the Netherlands also a few time's with RC planes, years of work gone in a few seconds.


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Cernit omnia Deus vindex

 
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zuletzt bearbeitet 24.10.2015 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#6 von Michis Mini Marine , 25.10.2015 18:26

Hallo Günther
Ich glaube mir hätte es auch das Wasser in die Augen getrieben, wenn die vielen
Arbeitsstunden mal so von den Wellen verschluckt werden.
Vor vielen Jahren ist mir mal ein kl. Kreuzer abgesoffen.Aber da war nicht so viel Arbeit drin wie
Ichs heute in die Modelle stecke.
Auch hatte der Modellbauer aus Russland zur Versteifung vom Oberwasserschiff Querstreben drin
die ein niedrigen Süllrand auch im Heckbereich vom Unterwasserschiff nach sich zogen.
Niedriger Süllrand im Heckbereich und zuviel Power passen nicht zusammen, weil auch ein Modell den
Physikalischen Gesetzen folgt.Die Schiffmitte verdrängt das Wasser, was im Heckbereich wieder zusammenschlägt.
Bei welchem Treffen lässt Du so Deine Modelle Fahren?Hast Du einen Stammverein ?

Bin weiter gespannt auf Deine Dame Michi MMM

 
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RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#7 von Gelöschtes Mitglied , 25.10.2015 22:39

Neee Michi,

die meisten Fischköppe hier im Norden,wie auch ich,sind Einzelkämpfer.
Fahren war früher ab und zu mal in Wuppertal, Ludwigslust oder in Cloppenburg.
Heute ist´s wie Weihnachten,nur einmal im Jahr,Cloppenburg


RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#8 von Michis Mini Marine , 27.10.2015 09:07

Hallo Günther

Und genau nach Cloppenburg würde ich gern mal kommen.
Wann findet es statt ?Im jahre 2016.
Das möchte ich gern schon mal Einplanen.

Michi MMM

 
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RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#9 von Gelöschtes Mitglied , 27.10.2015 09:48

Cloppenburg ist immer so Anfang/Mitte Mai



Leider ist dieses Foto nicht so gut gelungen,dafür wird sich aber plumbum besonders darüber freuen

zuletzt bearbeitet 26.12.2015 17:55 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#10 von Gelöschtes Mitglied , 27.10.2015 10:52

Nachdem der Strack nun einigermaßen passt wollte ich eigentlich mit dem Oberteil weitermachen.Zuvor musste aber der Vordersteven eine Verstärkung erhalten die mir besonders bei diesem Modell als wichtig erschien.Der Rumpf ist sehr schlank und spitz,geradezu pfeilförmig.Bei einem Fahrmodell besteht immer die Gefahr mal den Steg oder einen im Wasser liegenden Stein zu rammen.Damit der Bug bei so einem Crash nicht beschädigt wird oder gar abbricht ist eine Verstärkung sehr hilfreich



Weiter mit dem Oberteil.
Erst Glasfasergewebe mit Epoxydharz und dann Spachtel



Nach erstem schleifen und abermaligem spachteln sieht er Rumpf schon besser aus.


Zwischen den Trocknungszeiten von Spachtel und Harz werden andere,vorbereitende Arbeiten erledigt,z.B Stevenrohre mit kugelgelagerten Wellen bauen.




Mittelwellen mit integriertem Kiel,Hacke und Ruder


Manchmal muss das,was in mühevoller Arbeit geschaffen wurde wieder zerstört werden.




Anprobe der Außenwellen






Deck ist drauf und Schanzkleid dran

Gefüllert,jedoch mit dem Straak nicht zufrieden.
Ein schwieriger Rumpf.



Vergleich mit dem Original



Immer wieder schleifen und spachteln und spachten und schleifen.
Dabei ist mir das passiert,vom Arbeitsbock gefallen.



Zwischendurch muss man auch mal etwas tun das Spaß macht






Zeit festzustellen ob Stevenrohre und Ruderkokker dicht sind



Mit Gewichten von insgesamt rund 800 g an Bord erreichte mein Modell seine CWL von 74 mm
Für das ganze restliche Material das noch benötigt wird um es fertig zu stellen standen nur
noch 800 g.zur Verfügung

zuletzt bearbeitet 24.01.2016 11:37 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#11 von Markgraf , 27.10.2015 11:21

Hallo Günther ,
meine Frau entdeckte , der Rasen frisch gemäht und das Bad frisch gefliest ,
wer baut bei Dir denn die Modelle ?
Fortschritte an der Kaiserin Augusta , da sieht man nichts von der Trennlinie .
Gruss Jürgen


 
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RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#12 von plumbum , 27.10.2015 21:01

Hallo Günther,

das ist ja meine kleine SMS Monarch, hübsch so auf dem Wasser da freu ich mich.

Leider hatte ich in Cloppenburg kaum Zeit für Fotos da ich die Kamera erstmal für ein paar Stunden verlegt hatte ;)


Viele Grüße und bis bald mal wieder !

Christoph
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RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#13 von Gelöschtes Mitglied , 31.10.2015 16:22

Wer denkt das damit das Thema Kaiserin Augusta erledigt war hat sich getäuscht.Den dritten Rumpf wollte ich anders aufbauen als den zweiten,zu schweren.

Ein Grund,und zwar der Hauptgrund, weshalb er zu schwer wurde war die davor Angst das er instabil werden könnte wenn Spanten und Planken zu schwach ausgelegt sind.
Statt Kiefernleisten nahm ich nun Balsaleisten.

Die innere Kontur der Spanten ist im Prinzip so geblieben wie vorher nur mit dem Unterschied das der obere Teil abgesägt wurde nachdem das Unterteil beplankt.war

Alter Spant, Süll oben und unten integriert



Neuer Spant,Süll nicht integriert



Durchgehendes Deck
Nachdem der Deckausschnitt festgelegt ist werden Winkel ( rot ) unter den stehen gebliebenen Rand geklebt.Sie bilden die Anlagefläche für den durchgehenden Süll.




Spanten setzen usw.habe ich ja schon weiter vorn beschrieben,also geht es jetzt hier weiter.
Das Deck provisorisch aufgeschraubt und die Zentrierstifte gesetzt .Auch die Lage der oberen Spanten wurde angezeichnet



Oberer Kiel ist aufgebaut.............



..............und mit den Spanten verkebt



Zwischenzeitlich bekam das Unterteil den Alukiel samt Ruder,den ich aus dem anderen Rumpf heraus gefräst hatte, und seine Gfk Verstärkung.Eigentlich ist es kein GfK sondern CfK,Carbon verstärkter Kunststoff.Alles um Gewicht zu sparen.
Im Nachhinein habe ich mir überlegt das es eigentlich Blödsinn war,Carbon zu nehmen.Die paar Gramm unterschied die damit eingespart werden machen den Kohl auch nicht fett.

Allerdings hat Carbon einen Vorteil gegenüber Glasfaser der nicht zu unterschätzen ist,man sieht
sofort wo die Matte beginnt,und es Zeit wird mit dem Schleifen aufzuhören.

Fast hätte ich vergessen zu erwähnen das ich statt Autospachtel, Leichtspachtel,der nur die Hälfte wiegt,verwendet habe.
Beim Vorgängerrumpf bestanden die äußeren Stevenrohre aus dickwandigem Messingrohr,wegen der Kugellager.
Diese baute ich jetzt aus einzelnen Segmenten, aus dünnwandigem Rohr, zusammen.Nur die Enden blieben so wie sie waren ,denn sonst wäre zu wenig Fleisch stehen geblieben um die Kugellager sicher zu halten

zuletzt bearbeitet 24.01.2016 11:46 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#14 von Gelöschtes Mitglied , 02.11.2015 12:13

So,die Decks sind drauf und das Schanzkleid dran.Hier werden die Schwalbennester angepasst.




Das ist der Stand vom 01.11.2014,vor genau einem Jahr


Die vorderen Schwalbennester brachten mich fast zur Verzweiflung
Ich habe gar nicht gezählt wie oft ich die gebaut und anschließend wieder abgerissen haben.
Extrem schwierig in ihre Form müssen sie auch noch symmetrisch sein.


Januar 2015
Die Scheuer-oder auch Zierleisten aus 0,8er Buchenleisten ( meine Säge ) werden mit Schablonen
parallel zur Rumpftrennung aufgeklebt


Ungefähr dort müssen die Bullaugen sitzen


Das schwierigste an diesem Modell,was mir vorher nicht bewusst war, ist nicht nur die Rumpfteilung die ausgerechnet auch noch gewölbt ist,es kamen auch noch folgende Probleme hinzu.
Beim Hauptdeck,und damit meine ich das rohe Sperrholzdeck,muß vorher maßlich berücksichtigt werden das noch das Einlegedeck nebst Planken hinzu kommen.

Damit wird das fertige Deck auf dem die Kanonen stehen etwas höher. Wenn das Deck zu hoch ist ragen die Kanonenrohre eventuell übers Schanzkleid, das dürfen sie nicht weil sie hindurchragen müssen.Das Schanzkleid selbst muss einen sichtbaren Absatz zum Back- und Aufbaudeck bilden.Zudem muss die Zierleste dem Strack folgend über die Schwalbennester,auch dem vorderen hinweg am hinteren ,tiefer gesetzten Deck, ankommen.
Also,Probleme ohne Ende.

Vorbereitung für den Badewannentest.


Schwierig war die Ruderanlenkung. Im sehr spitz zulaufende Heck war kein Platz für einen Ruderarm deswegen versuchte ich es zunächst mit einem Zahnriemen.Später,in der Praxis stellte sich jedoch heraus das diese Lösung nicht so gut war weil der Riemen einen toten Weg hatte der es unmöglich machte das Ruder in Nullstellung zu halten
Das Modell fuhr nie exakt geradeaus sondern immer leichte Kurven.

Mit den kleinen roten Kügelchen,( Plasteline oder Knetgummi)kann man feststellen ob genügend Freiraum zum Oberteil vorhanden ist.

Schwimmt und ist dicht.
Natürlich habe ich während des Bau´s immer das Gewicht im Auge behalten.


Dieser Rumpf bzw.Bauzustand entspricht exakt dem des vorherigen, zu schweren, mit dem Unterschied das er 29% leichter ist als der andere.

4267 g gegenüber 5500 g.

Nach den Experimenten mit der Farbe des Muntzmetalls ,siehe Unterforum Werkzeuge und Material, absolvierte das Modell seine erste echte Probefahrt in Cloppenburg.






Seit dem ging es nur langsam voran,schließlich war Sommer.

Das Aufbaudeck ist beplankt,Ruderstand und Scheinwerferpodest samt Scheinwerfer sind fast fertig
Restbestände von vorherigen Modell sind probeweise aufgestellt.
Über das Einlegedeck hatte ich schon in einem Unterforum berichtet.
Beiboote sind zum Teil gegossen, nur von Pinasse II und Barkasse II sind noch keine Formen vorhanden, aber schon in Arbeit.Die Barring ist provisorisch aus Holzleisten zusammengebaut um deren genaue Größe und Lage zu ermitteln.Ob sie wirklich so ausgesehen hat weiß niemand,Fotos oder gar Pläne davon sind mir nicht bekannt.
Momentan fertige ich neue Lüfterhauben an.Die alten gefielen mir nicht.

zuletzt bearbeitet 29.01.2017 16:07 | Top

RE: Keine alte Fregatte war diese Dame.........

#15 von Michis Mini Marine , 03.11.2015 21:13

Arbeit Arbeit Arbeit

Wahnsinn was für eine Ausdauer Du an den Tag legst.
Da hätte ich, glaube ich, schon längst das Handtuch geworfen.
Das geht auf dem See ab?
Welche Spannung liegt jetzt bei Deinen Machinen an?
Dann noch der Französische Baustiel am Rumpf(eingefallene Bordwände)Oh ja ich glaube das wäre nichts für mich.
Aber jetzt ist warscheinlich alles auf dem richtigen Weg mit Deiner Dame.
Schöne Bilder und ein noch besserer Baubericht! Klasse Fuzzy !

viele Grüße aus Bayern Michi MMM

 
Michis Mini Marine
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