RE: USS Olympia

#16 von Markgraf , 10.11.2015 09:34

Hallo Hermann ,
das sieht sehr stabil und professionell aus , was Du da zeigst !
Hast Du schon öfter GFK Platten mit 1 mm Stärke eingesetzt ?
Welcher Kleber kam bei den Verbindungen zum oberen Streifen
zum Einsatz .
Gruss Jürgen


 
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RE: USS Olympia

#17 von nauticus , 10.11.2015 19:06

Jürgen,

GFK Platten sind bei mir neben ABS seit vielen Jahren Standard. Für die größeren Teile ist 1mm zweckmäßig. Das Material nehme ich von Lerrox, das ist sehr gute glatte Qualität (FR4) bei recht günstigen Preisen und in einigen Stärken im Angebot.
Geklebt wird ausschließlich mit Sekundenkleber, meist stumpf und bei den Abwinkelungen hinterlascht.

Gruß
Hermann


 
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RE: USS Olympia

#18 von nauticus , 15.11.2015 18:17

Das hölzerne Steuerhaus ist im Rohbau fertig. War ganz schön schwierig, diese Detaillierung bei der geringen Größe (36 x 32 mm) zu realisieren. Schließlich sind die Wände nicht einfach vollflächig Holz, sondern haben einzelne Bretter. Dazu musste sorgfältig geplant und konstruiert werden. Damit nach dem Lackieren die Kassetteneinsätze gleich den Planken aussehen habe ich als Basismaterial wieder Birne 1mm verwendet. Und darauf Planken 0,5 mm stark aufgeleimt.
Später werden nach dem Lackieren die inneren Fensterrahmen aus Ätzteilen eingesetzt.


 
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#19 von nauticus , 15.11.2015 18:26

Konstruktion Steuerhaus


Die einzelnen Elemente



Rohbau, fertig montiert mit Dach


 
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#20 von plumbum , 15.11.2015 23:31

Sieht prima aus, saubere Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes !


Viele Grüße und bis bald mal wieder !

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RE: USS Olympia

#21 von nauticus , 20.11.2015 11:58

Es ist geschafft, die Plankenlegerei ist fertig. Inklusive der letzten Teile für die Laufgänge und die Schweinwerferpodeste waren es nun 1150 Stück. Aufwand ca. 85 Stunden. Eigentlich relativ harmlos, wenn ich das mit einem meiner letzten Modelle, der Cap Arkona vergleiche. Da waren es wegen der größeren Zahl von Decks 4500 Stück.
Für die Laufgänge war wieder als Basis 1mm Epoxy, darauf Sperrholz 1mm und dann die Planken. Vor der Beplankung erhielten die Epoxystreifen noch die Bohrungen für die Stützen zum Oberdeck. Dafür verwendete ich Kohlefaserrundstab 1mm. Eingeklebt mit Sekundenkleber. Diese Materialkombination benutze ich gerne, da Epoxy und Kohlefaser eine hervorragende Verbindungswilligkeit mit dem Sekundenkleber eingeht.
Die Laufgänge werden an ihren Enden jeweils mittels Senkkopfschraube M1,4 an einen Auflagewinkel der Brückenkonstruktionen befestigt. Den Schraubenkopf sieht man später nicht mehr, die darüberliegenden Niedergänge verdecken sie. Für mich ist auch dies eine Grundsatzphilosophie, alle kritischen Teile werden geschraubt, dann gibt es am Schluss bei der Endmontage keine Überraschungen.


 
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#22 von nauticus , 20.11.2015 12:05

Die fertigen Decks


Die Laufgänge


Die Scheinwerfer Podeste


Die "große" Olympia und mein Revell Referenzmodell


 
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#23 von Gelöschtes Mitglied , 20.11.2015 13:05

Auf eine Kalfaterung hast du verzichtet, Hermann??


RE: USS Olympia

#24 von nauticus , 20.11.2015 14:13

@Fuzzy

Auf eine Kalfaterung verzichte ich. Mir sind dafür richtige Planken wichtiger. Eine Kalfaterung ohne sichtbare Plankenstösse betont dagegen erst richtig, dass da was nicht stimmt. Unendlich lange Bretter gibt es einfach nicht, aber das kann natürlich jeder halten wie er will.
Die einzelnen Planken sieht man jetzt im unlackierten Zustand natürlich noch kaum.

Gruß
Hermann


 
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RE: USS Olympia

#25 von Gelöschtes Mitglied , 20.11.2015 15:44

Stirnseitige Plankenstöße sieht der Betrachter nur wenn das Schiff unter einer Brücke durch fährt während er von oben drauf schaut aber nicht,oder kaum,wenn er an Deck steht.
Aber jeder nach seinem Geschmack.Holzdecks haben wir ja schon ausreichend diskutiert,genau wie die Farbe.


RE: USS Olympia

#26 von nauticus , 01.01.2016 15:34

Die Ätzteile sind inzwischen konstruiert, gefertigt und teilweise schon verarbeitet.
Vor dem Ätzen musste meine "Ätzmaschine" saniert werden. Ich verwende die Einrichtungen von Sämann, das Belichtungsgerät sowie die Ätzanlage. Beides hat sich über tausende Teile bestens bewährt. Besonders der Belichtungskoffer ist statt irgendwelcher Lampen dank elektronischem Timer zur Zeiteinstellung und den 4 eingebauten UV- Leuchtröhren mit gleichmäßiger Ausleuchtung ein zuverlässiges Werkzeug. In Verbindung mit den ebenfalls von Sämann bezogenen fotobeschichteten Blechen gelingt jede Belichtung makellos. Eine Einstellung von 80 bis 100 Sekunden hat sich bewährt. Ich verwende ausschließlich positiv beschichtetes Material.
Etwas Schwierigkeiten kann dagegen das Ätzbad in Form der stehenden Küvette nach längerer Praxis bereiten. Zum Ätzen soll ja das Bad bewegt werden. Das geschieht durch Einblasen von Luft mittels Membramkompressor über einen unten im Bad liegenden porösen Schlauch. Aus feinen Löchern strömt die Luft und steigt nach oben am Ätzmaterial vorbei. Das funktioniert eine Zeitlang ganz gut, bis sich die feinen Öffnungen im Schlauch langsam zusetzen. Dann macht man den Fehler und versucht die Öffnungen mittels feiner Nadel wieder gangbar zu machen. Daraus wird aber nichts, die Löcher werden leicht zu groß und jetzt sprudelt die Luft zwar ganz toll aber recht ungleich verteilt. In Folge kommt es zu stark ungleicher Ätzung. Das heißt, manche Stellen sind noch nicht fertig während andere Stellen eventuell schon überätzt sind.
Natürlich kann man einen neuen Schlauch einsetzen (kostet stolze 12€). Mir hat aber das ganze ohnehin schon länger nicht mehr recht gefallen. Also machte ich mich an einen Umbau mit mechanischer Umwälzung ohne Luftsprudler. In der schmalen stehenden Küvette gibt es nicht viel Platz für einen Umwälzantrieb. Ich montierte daher am rechten oberen Rand des Küvettengestells einen langsam laufenden Elektromotor. An ihn eine 2 mm Welle aus Kohlefaser starr gekuppelt und in einem Kohlefaserrohr gelagert. Auf das Wellenende wurde ein Kunststoff Propeller aufgeklebt. So ist das alles säurefest. Um die richtige Strömungsgeschwindigkeit auszuprobieren verwende ich zur Speisung des Elektromotors ein regelbares Netzgerät.
Die neue Umwälzungsmethode hat sich bereits gut bewährt, die Ätzung ausreichend gleichmäßig, könnte vielleicht durch zusätzlichen Strömungskanal noch weiter optimiert werden.
Wer neu in die Ätztechnik einsteigen will, dem empfehle ich eine ganz andere Lösung. Nämlich wie Fuzzy das schon im alten Forum ausgiebig diskutiert hat. Ätzen einfach in einer offenen flachen Schale. Darin könnte man natürlich auch eine maschinelle Umwälzung einbauen, aber das Einfachste ist Handarbeit. Schließlich sollte man während der ganzen Ätz Zeremonie ohnehin mit wachsamem Auge stets dabei sein.

Die überarbeitete Ätzmaschine


Die Ätzvorlagen





 
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RE: USS Olympia

#27 von Gelöschtes Mitglied , 01.01.2016 17:31

Ich hatte auch schon daran gedacht mir einen Schauckelmechanismuß zu bauen damit das lästige warten auf den Ätzvorgang entfällt.
Wie du schon richtig sagst muss man trotzdem ein Auge darauf haben damit i.O.Bleche dabei heraus kommen.
Was ich vielleicht noch mal probieren werde ist, eine Schale mit Heizung zu konstruieren.


Selbst die Schalenätzung ist nicht 100% gleichmäßig weil auch dort gewisse Stömungen vorhanden sind.Seit einiger Zeit drehe ich die Bleche alle paar Minuten in eine andere Richtung ,schon allein deswegen muss ich vor der Schale stehen bleiben.

Im übrigen:Saemann hat mich einmal böse auf die Nase fallen lassen indem er mir Bleche lieferte
die eine andere Beschichtung aufwiesen,ohne mir das mitzuteilen.

Bis mir klar war dases nicht an mit liegt,sondern das Problem bei den Blechen
war die Charge fast verbraucht.Du weißt was so´n Blech kostet.

Saemann hat ein Monopol auf beschichtete Bleche----------glaubt er.
Ich habe einen anderen Lieferanten gefunden,allerdings muß ich mindestens einen halben Quadratmeter abnehmen.

Bitte halte mich nicht für einen Klugwisser wenn ich dir einen Tipp gebe:
Du musst die Spalte in die das Persulfat eindringen soll möglichst klein halten.Damit beschleunigst du den Ätzvorgang ,jedenfalls bei Schalenätzung,und erhöhst die Reichweite des Ätzbades.

zuletzt bearbeitet 01.01.2016 17:47 | Top

RE: USS Olympia

#28 von nauticus , 01.01.2016 18:54

@ Fuzzy

Günther,
vielen Dank für den Hinweis Spaltenfüllung. Natürlich geht bei dem extrem geringen Füllgrad bei Leitern viel Chemie verloren. Hier zeigt sich besonders der Vorteil einer Ätzung in offener Schale. Da ja alle kleinen Füllungen ohne Verbindungssteg beim Ätzen einfach herausfallen lässt sich dieser "Abfall" nach dem Ätzen relativ leicht aus dem Bad herausfischen. Bei der engen Küvette dagegen ist das praktisch kaum möglich.
Das Monopol Sämann sehe ich auch etwas problematisch. Ich bekam in letzter Zeit auch mal schlechte Bleche mit breitem unbeschichtetem Rand oder feinen Rissen im Lack. Aber was hilft es uns ohne echte Alternative?

Gruß
Hermann


 
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RE: USS Olympia

#29 von plumbum , 01.01.2016 23:25

Frohes neue Jahr zusammen !

Zum Thema Bleche, wer ist den der Alternativlieferant Günther ? Ich ätze zwar selber nicht, aber ich denke das man
ja so 2 - 4 Leute die selber ätzen hier finden könnte um eine Großbestellung zu tätigen.


Viele Grüße und bis bald mal wieder !

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RE: USS Olympia

#30 von Markgraf , 02.01.2016 11:00

Frohes Neues Jahr 2016 !
Das Ätzen werde ich wohl nicht mehr selber machen , aber es gibt einige brauchbare Teile im Handel :

http://www.hobby-lobby-modellbau.com/onl...d640ddaffe94a82

Hier habe ich auch Zubehör für meine Fernsteuerung , einige Akkus , Motoren und ähnliches mehr gekauft .
Der Modellbau der Olympia schreitet zügig und gut voran , wann wird das Modell im Wasser zu sehen sein ?
Gruss Jürgen


 
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