RE: SMS Emden

#241 von Boris279 , 05.04.2017 04:05

because i am waiting for some parts that Fuzzy send me ( Thanks for that !! ) I started with the Engine room skylight, rebuild the windows, air intakes, and skylights, and finished the platform for the compass
below some pictures

Gruss

Martrin


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Cernit omnia Deus vindex

 
Boris279
Stabsoberbootsmann
Beiträge: 298
Punkte: 298
Registriert am: 03.10.2015


RE: SMS Emden

#242 von S-Marder , 05.04.2017 10:01

Sehr schön !!! Gruß HP.

 
S-Marder
Maat
Beiträge: 113
Punkte: 113
Registriert am: 14.10.2015


RE: SMS Emden

#243 von Taku , 05.04.2017 11:12

Top

Gruß Taku

 
Taku
Matrosen-Oberstabsgefreiter
Beiträge: 81
Punkte: 81
Registriert am: 13.11.2015


RE: SMS Emden

#244 von kawa1705 , 05.04.2017 23:13



Gruß

Rüdiger

 
kawa1705
Obermaat
Beiträge: 139
Punkte: 139
Registriert am: 09.11.2015


RE: SMS Emden

#245 von SMY , 06.04.2017 21:43

... Very nice!

Perhaps you should just check the linoleum colour, used for your compass platform. As far as I remember there is an article concerning deck colours in the Sonderheft Kaiserliche Marine, where pure steel grey is recommended for compass, searchlight and other platforms:

https://www.das-modellbauforum.de/fm/ind...erliche-Marine/

This seems to be conclusive, since linoleum offers no insulation function when it comes to platforms.

 
SMY
Maat
Beiträge: 118
Punkte: 118
Registriert am: 29.11.2016

zuletzt bearbeitet 06.04.2017 | Top

RE: SMS Emden

#246 von Gelöschtes Mitglied , 07.04.2017 08:52

Mit Farbempfehlungen für irgendwelche Plattformen ist es wie mit Decksplanken.........


Link: Holzdecks


RE: SMS Emden

#247 von SMY , 09.04.2017 10:30

Habe den Artikel (R. Dahme, Der Nachbau von Decksflächen, S. 51 ff. im og. Heft) noch mal nachgeschlagen. Dort zu finden ist auch ein Foto des Modells von SMS Leipzig im Auslandsanstrich, bei dem kleinere Stahldecks wie Laufsteg, Kompasspodest, Scheinwerferplattform am Mast, Dach eines kleinen Deckshauses auf der Hütte mit quadratischem Grundriss sowie Unterbauten der 10,5 Geschütze sämtlich dunkelgrau gestrichen sind. Auszugsweises Zitat:

"...Diese kosten- und gewichtssparende Gestaltung findet man auf kleineren Einheiten wie Torpedobooten oder Minensuchern auf allen Decks, aber auch auf größeren Schiffen bei den kleinen, nicht ständig benutzten Decksflächen wie z.B. Scheinwerferplattformen oder den Dächern kleinerer Deckshäuser. ... Für die Abgrenzung gilt, dass alle zum regelmäßigen Betreten bestimmten Bereiche dunkelgrau, nicht begehbare Bereiche dagegen schwarz gestrichen wurden. Aus diesem Grunde waren übrigens auch die Trittstufen der Leitern und Niedergänge dunkelgrau ..."

Jeder mag selbst entscheiden, ob er das insbesondere in Bezug auf bestimmte Schiffe so für schlüssig hält, oder nicht. Aus meiner Sicht wäre es jedenfalls dann sinnvoll, beim eigenen Modell wie vorstehend beschrieben zu verfahren, so lange man für sein Modell keinen eindeutigen Beleg für eine (Linoleum- oder Holz-)Beschichtung der kleineren Stahldecks hat.

@ Martin, unfortunately I don't have the time for a literal translation of the quotation above. However the essence is, that there are reasons to believe that small (steel) decks, being quite frequently but not permanently in use, were painted in dark grey (e.g. roofs of small deckshouses, compass- and searchlight plattforms). This solution saved money and weight. Please note, that it's just a general statement for units of the Imperial German Navy, so it might but doesn't necessarily lead to correct results for single ships like SMS Emden.

 
SMY
Maat
Beiträge: 118
Punkte: 118
Registriert am: 29.11.2016

zuletzt bearbeitet 09.04.2017 | Top

RE: SMS Emden

#248 von Gelöschtes Mitglied , 09.04.2017 10:45

Zitat
Jeder mag selbst entscheiden, ob er das insbesondere in Bezug auf bestimmte Schiffe so für schlüssig hält, oder nicht.



...........genau
Große Scheinwerfer


RE: SMS Emden

#249 von Peter Lienau ( gelöscht ) , 09.04.2017 13:56

Zu dem Sonderheft der Kaiserlichen Marine würde ich noch anmerken wollen, dass es nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es war ein erstes kompaktes Kompendium mit dem Ziel, den damals bekannten Wissensstand zusammenzufassen und allgemein zugänglich zu machen.

Von einigen Dingen die dort drinstehen wissen wir heute aufgrund verbesserter Quellenlage ganz einfach, dass sie schlicht falsch sind. Daraus ist niemandem ein Vorwurf zu machen. Willi Fraider unterlag auch dem Irrtum, der Absetzstreifen beim Auslandsanstrich sein schwarz gewesen (das hat er sich aus den S/W-Fotos erarbeitet) - heute wissen wir, dass es rot ist. Und so geht es mit vielen anderen Dingen auch.

Beste Ausgangsbasis sind die Bauvorschriften der jeweiligen Schiffe. Mir selbst ist die Bauvorschrift für den "Großen Kreuzer 'J' " über den Weg gelaufen und ich staune immer noch, in welcher Detailiertheit dort aufgeschrieben wurde, wie es auszuführen ist. Wer es also wissen will, der kann schon recht tiefgehend forschen.

1000-prozentig kann man es sowieso nicht machen, aber es ist immer gut unsinnige Dinge nicht überhand nehmen zu lassen. Ich meinte damals auch, dass die B-Boote ein Schapp mit den Signalflaggen auf der Brücke stehen haben müssten. Irrtum - gabs da nicht. Weiß ich heute. Damals hätte ich einfach der Versuchung widerstehen sollen, "zu interpretieren".

VG
Peter.

Peter Lienau
zuletzt bearbeitet 09.04.2017 13:57 | Top

RE: SMS Emden

#250 von SMY , 09.04.2017 22:46

Zitat von Peter Lienau im Beitrag #249

Von einigen Dingen die dort drinstehen wissen wir heute aufgrund verbesserter Quellenlage ganz einfach, dass sie schlicht falsch sind. Daraus ist niemandem ein Vorwurf zu machen.

... Ja, aber trifft das denn auch auf die dortigen Ausführungen zur hier aus gegebenem Anlass thematisierten Oberflächenbehandlung bzw. Farbgebung kleiner Stahldecks zu? Wenn ja, wäre es interessant, den diesbezüglich aktuellen Stand zu kennen.

 
SMY
Maat
Beiträge: 118
Punkte: 118
Registriert am: 29.11.2016

zuletzt bearbeitet 09.04.2017 | Top

RE: SMS Emden

#251 von Peter Lienau ( gelöscht ) , 10.04.2017 00:16

Für meinen Geschmack muss ich mich wieder viel zu weit aus dem Fenster lehnen - aber sei es drum. Nehmen wir den Text doch mal unter die Lupe:

Zitat
"...Diese kosten- und gewichtssparende Gestaltung findet man auf kleineren Einheiten wie Torpedobooten oder Minensuchern auf allen Decks, aber auch auf größeren Schiffen bei den kleinen, nicht ständig benutzten Decksflächen wie z.B. Scheinwerferplattformen oder den Dächern kleinerer Deckshäuser. ... Für die Abgrenzung gilt, dass alle zum regelmäßigen Betreten bestimmten Bereiche dunkelgrau, nicht begehbare Bereiche dagegen schwarz gestrichen wurden. Aus diesem Grunde waren übrigens auch die Trittstufen der Leitern und Niedergänge dunkelgrau ..."




In loser Folge meine Einschätzunge dazu:

Diese Geschichte mit der "Gewichtseinsparung" ist mir in keinem Schriftstück untergekommen. Alles macht dort eher den Eindruck, dass die Bauausführung auf Zweckmäßigkeit hin ausgelegt ist. Es ist gewichtsmäßig in meinen Augen auch völlig zu vernachlässigen, ob auf einem Torpedoboot auf dem Oberdeck 3,6 mm starkes Linoleum aufgeklebt und mit Messingschienen gefasst wird, oder ob der obligatorische mehrfache Anstrich mit Teerfarbe (gemischt mit Sand und Zement) aufgebracht wird. Die Dicke ist beim Teeranstrich ähnlich (soweit man das von Fotos her sagen kann) - es wirkt wie Gussasphalt. Neben der Rutschsicherheit dient dieser Anstrich der Konservierung des Stahls, was eher von Belang sein dürfte.

Bei den Minensuchern ist das achtere Arbeitsdeck m. W. als Verschleißschutz mit Holzplanken belegt. Der Rest wo "nur" gelaufen wird, kann den üblichen Anstrich mit Teerfirnis/Sand/Zement bekommen.

Mir ist auch noch nicht begegnet, dass man die Decks- / Dachflächen abhängig von der Benutzungs- / Begehungs-Häufigkeit mal grau oder schwarz streicht. In meinen Augen ist diese Auslegung nicht zu halten. Logisch würde mir aber erscheinen, dass bei Flächen, die ursprünglich in beschriebener Art schwarz gestrichen werden (siehe oben), sich nach gewisser Zeit im Zuge der "Benutzung" farblich verändern. Da wo viel gelaufen wird, bleibt auch Schmutz hängen, der lässt besonders bei flachen Blickwinkeln die Flächen heller wirken als jene, die nahezu unberührt bleiben.

Dass die Trittstufen "aus dem gleichen Grunde" dunkelgrau seien, ist so also nicht zu halten.
In der Bauvorschrift für die spätere SEYDLITZ steht zu lesen:

S II Gruppe 5 Treppen
.... Die Stufen sind mit Linoleum und messingenen Trittleisten zu belegen.


Das lässt sich anhand von Fotos der SEYDLITZ belegen, ebenso für die NÜRNBERG und selbst G 102.

VG
Peter.

Peter Lienau

RE: SMS Emden

#252 von Boris279 , 10.04.2017 03:04

Thank you all for this input and for this very interesting discussion,
Do not know if i gone change the color of the compass stand, think i need to make much damage to get it good,

below a picture of the "hangemattkasten" from the top, there i see clearly the brass strips, witch belong to a linoleum deck
(in some models i see them painted dark grey, linoleum, and yellow
But also the compass platform does not see dark grey to me ?!



again confusing


>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Cernit omnia Deus vindex

 
Boris279
Stabsoberbootsmann
Beiträge: 298
Punkte: 298
Registriert am: 03.10.2015

zuletzt bearbeitet 10.04.2017 | Top

RE: SMS Emden

#253 von Gelöschtes Mitglied , 10.04.2017 09:13

Ich an deiner Stelle würde die Plattform so lassen wie sie ist.Niemand kann dir beweisen das sie mit Holz oder Linoleum belegt,grau,schwarz oder pink getrichen war.

Auf meinem Rechner befinden sich hunderte von Fotos hervorragender Modelle,Modelle die sich im IMMH stehen.
Sei sicher,auch bei denen gibt es ungereimtheiten,wie z.B.weiße Holzdecks

Für mich und meine Modelle war bisher immer die Logik entscheidend obwohl sie nicht immer richtig gewesen sein muß.Wichtig ist das alles gut und stimmig aussieht.

Wir alle wissen das nach jeder Seereise,neue Erkenntnisse bezüglich Technik,Handhabung,Wartung ect.auftraten.Wenn sich irgend etwas in der Praxis als untauglich oder Verbesserungswürdig erwies,hat sich der Kapitän sicher an die Werft mit der Bitte um Änderung gewand.Hättest du doch auch getan,oder?Das ist auch ein Grund warum auf vielen Fotos Details fehlen, hinzu gekommen sind oder ganz anders aussahen.

Wenn mir jemand sagt,das und das an meinem Modell ist falsch oder hat ganz anders ausgesehen hat, sage ich immer:
Das ist der Bauzustand vom 30.02.1903 um 13:40 Uhr

zuletzt bearbeitet 10.04.2017 12:31 | Top

RE: SMS Emden

#254 von Peter Lienau ( gelöscht ) , 10.04.2017 09:32

To me the paintjob looks right.



Peter.

Peter Lienau
zuletzt bearbeitet 10.04.2017 09:33 | Top

RE: SMS Emden

#255 von Leipzig , 10.04.2017 11:26

So schön es ist, wenn unser "SchiffsModell - Extra"-Heft auch heute noch gelesen wird - Peter Lienau hat natürlich Recht, dass es dem Kenntnisstand der damaligen Verfasser vor mehr als 15 Jahren entspricht. Zudem waren die Verfasser vorwiegend Modellbauer, die sich zwar mit den von ihnen behandelten Themen schon in Interesse einer möglichst richtigen Darstellung auf ihren eigenen Modellen im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten intensiv befasst hatten, aber keineswegs alle regelmäßige Gäste im Bundesarchiv waren. Natürlich gibt es inzwischen neuere Erkenntnisse. So würde ich den Satz, dass nach Kriegsausbruch kein Linoleum mehr als Decksbelag verwendet worden sei, heute ganz sicher nicht mehr schreiben. Es gibt zwar Hinweise darauf, dass man es unmittelbar nach Kriegsausbruch vielfach entfernt hat, deswegen hat z. B. der leider inzwischen verstorbene Karl-Heinz Neumann, der als erfahrender Modellbauer mit Zugriff auf marineinterne Unterlagen in der Anfangszeit der Interessengemeinschaft eine große Rolle gespielt hat, sein hervorragendes "Lützow"-Modell, das heute in der Marineschule Mürwik ausgestellt ist, ganz ohne Linoleum nur mit dunkelgrauen Stahldecks (neben den Holzdecks natürlich) dargestellt. Es hat sich aber dann offenbar doch gezeigt, dass es vorteilhafter war, es beizubehalten. Es gibt z. B. Fotos von einem Schiff der "König"-Klasse mir Trefferschäden nach der Skagerrakschlacht, auf denen man klar sehen kann, dass sogar das Dach des Kartenhauses oder Funkraumes auf dem Brückenaufbau zu dieser Zeit mit Linoleum belegt war, also ein Bereich, auf dem nicht gerade viel herumzulaufen war. Selbst "Hindenburg", 1917 in Dienst gestellt, hatte noch Linoleumbelag auf der Brücke. Und auch ich kenne inzwischen zumindest eine Bauvorschrift, die explizit für alle nicht mit Holz belegten Decks mit Ausnahme der Scheinwerferbrücken Linoleum vorschrieb.

Insofern kann ich mich nur Fuzzy anschließen: Was genau bei einem bestimmten Schiff zu einem bestimmten Zeitpunkt richtig war, kann man nur in den seltenen Fällen eindeutiger Fotos sagen. Letztlich muss es jeder so machen, wie er es für plausibel hält - und damit leben, dass er vielleicht in 15 Jahren erkennt, dass es doch anders war.

Leipzig

 
Leipzig
Matrosen-Obergefreiter
Beiträge: 52
Punkte: 52
Registriert am: 18.11.2015


   

Zweigeteilter Rumpf ganz leicht



Forums-Kino !! Hier klicken !!
Xobor Forum Software © Xobor