Scharniere, (k)ein Problem

#1 von Gelöschtes Mitglied , 08.02.2016 19:52

.
Scharniere, (k)ein Problem.

Ein Fahrmodell sollten m. E. auch beweglich Türen haben. Für Türen, die nach innen öffnen, ist diese Aufgabe leichter zu gestalten als bei außen angeschlagenen Türen.

Innenliegende Türen
Befestigte man beispielsweise oben und unten an der Tür ein Querholz das seitlich über die Tür hinausragt so hat man bereits eine Hälfte der Scharniere. Befestigt man nun noch unter dem oberen Querholz einen Block derart an der Wand, daß man senkrecht durch Querholz und Block bohren kann, steckt durch die Bohrlöcher z. B. eine gekürzte Stecknadel, dann ist das obere Scharnier fertig. Das untere Querholz und der Boden werden ebenfalls senkrecht durchbohrt, mit einer gekürzten Stecknadel versehen, und bilden das zweite Scharnier. Man könnte auch einen weiteren Block unten an die Wand kleben und analog zum oberen Scharnier verfahren.



Bild 01 Holzscharnier

Die weitaus elegantere Lösung wäre anstelle der Scharniere aus Holz solche aus Metallwinkeln zu fertigen. Scharniere aus Metall müßten möglicherweise genietet werden, z. B. mit ausgeglühten Stechnadeln.


Außenliegende Türen
Für Türen die nach außen öffnen sollte man Scharniere wählen die der Realität näherkommen, da sie sichtbar sind. Frei bewegliche Scharniere gibt es als Kaufteile bis zu einer minimalen Höhe von 4 mm. Es ist jedoch nicht jedermanns Sache, oder immer angebracht, Scharniere aus Messing, die für Puppenstuben gedacht sind, auf einem Modellschiff zu verwenden. Es bleibt dann nur noch die Eigenanfertigung.

Ein Beispiel
In den Schraubstock wird eine Stecknadel horizontal eingespannt, mit der Spitze nach außen. Um die Stecknadel wickelt man einige Windungen lötbaren, harten Drahtes. Dann werden die Wicklungen gegeneinander zusammengeschoben.



Bild 02 Metallscharnier

Die Stecknadel wir mit dem Wickel aus den Schraubstock entnommen und die Drahtenden werden so in den Schraubstock gespannt, daß nun die Wicklungen bündig auf dem Schraubstock aufliegen. Anschließend richtet man mit Hilfe der Stecknadel die Wicklungen derart aus, daß die Drahtenden mittig von den Wickelungen nach unten wegzeigen.



Bild 03 Ausrichten

Jetzt wird diese Spule verzinnt, d. h. die einzelnen Wicklungen werden miteinander verlötet.



Bild 04 Löten

Anschließend wird es gegebenenfalls notwendig die Öffnung der Spule (der Scharnierhälfte) aufzubohren. Zum Bohren eignen sich sehr gut VHM-Bohrer aus dem Fräserfachbereich. Diese Bohrer gibt es (in Internetauktionen) ab 0,1 mm Durchmesser mit Steigerungen von jeweils 0,05 mm und dem Schaftdurchmesser von 3,175 mm (1/8 Zoll).



Bild 05 Bohren

Das fertige Scharnieroberteil kann man jetzt bedarfsgerecht (geklebt, genietet, geklemmt, gelötet usw.) an der Tür oder z. B. einer Luke befestigen. Als Scharnierunterteil kann wiederum eine Stecknadel oder Ähnliches dienen, etwa ein Drahtbügel der an der Bordwand fixiert wird.



Bild 06 Muster



Bild 07 Stellprobe


Gruß, woldig


   

Rumpfbau über Spanten
Wassermelder



Forums-Kino !! Hier klicken !!
Xobor Forum Software © Xobor