RE: SMS Emden von Graupner

#16 von Gelöschtes Mitglied , 04.12.2016 15:31

Im Hildebrand,Röhr,Steinmetz steht folgendes:

Am 10.07.1909 begannen von Danzig aus die Probefahrten des Kreuzers die jedoch schon am 11.08.unterbrochen wurden da er bis zum 05.09. an Manövern der Hochseeflotte teilzunehmen und zeitweise als Begleitschiff der Kaiserlichen Yacht Hohenzollern zu fahren hatte.....

Daher erklärt sich die blaue Gig
Siehe Foto

Königsberg war 1907 Begleitschiff der Hohenzollern zur Kielerwoche und anschließend auf der Nordlandreise die danach folgte.
So wie es Aussieht hat KW seine Gig,in den Davits des Begleitkreuzers hängend,immer dabei gehabt.

Zu den Fahreigenschaften:Ich habe zwar mal eine fahren sehen,das ist aber auch alles.



Übrigens bauen Boris und Taku auch eine Emden.

zuletzt bearbeitet 04.12.2016 18:37 | Top

RE: SMS Emden von Graupner

#17 von SMY , 04.12.2016 21:20

... Danke, das ist natürlich eine schöne Erklärung, - und sehr passend, weil ich eine Hohenzollern auch noch im Regal stehen habe (das wertvollste an letzterer sind allerdings Deine schönen Ätzteile für den achterlichen Balkon, Günther!). Merkwürdiger Weise wird die Episode als Begleitkreuzer der kaiserlichen Yacht nur selten erwähnt; oft wird nur pauschal von Probefahrten in der Ostsee bis 30.9.09 gesprochen.

Sehr schön auch das Bild von der Graupner-Emden in Fahrt; eigentlich wollte ich mein Exemplar erst mal nur als Standmodell verwenden, aber das sieht nun doch sehr verlockend aus ...

Bei Graupner und Huff finden sich übrigens noch weitere interessante, allerdings z.T. widersprüchliche Hinweise zu den Beibooten, in diesem Falle zur jeweiligen Position:

Graupner-Betriebsanleitung:
"Das Modell stellt die Emden mit herausgedrehten Beibooten dar, so wie sie im Hafen (!) liegen würde. Dies wurde mit Absicht so gestaltet, damit sich die Abdeckung problemlos abnehmen lässt."

Demgegenüber Huff, SMS Emden, Baupläne des kleinen Kreuzers, kleingedruckte Anm. zu Blatt 3:

"Das Dampfbeiboot und die Ruderpinasse wurden aufgrund ihre hohen Gewichts nur binnenbords auf ihren Barrings gefahren. Die Kutter dagegen hingen im allgemeinen in Fahrt außenbords (!) an Davits, um immer als Rettungsboote klar zu sein. Sie wurden nur bei schwerem Wetter und im Hafen (!) eingeschwungen. Die Jollen, sowie das Motorboot und die Gig konnten je nach Bedarf binnen- oder außenbords gefahren werden ..."

Wenn man den zuletzt zitierten Ausführungen etwas mehr traut, könnte es sich für Fahrtmodelle der Emden nach alldem anbieten, die Kutter und gf. noch die Jollen der Klasse II (insgesamt vier Boote) außenbords zu montieren, den Rest (nochmal vier Boote) demgegenüber binnenbords, auch um die Stabilität im Wasser noch minimal zu erhöhen. Für die Graupner-Emden bedeutete dies wiederum, dass nur zwei Boote, nämlich Ruderpinasse und Dampfbeiboot, in ihrer vom Hersteller (außenbords) vorgesehenen Position verändert werden müssten ...

 
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RE: SMS Emden von Graupner

#18 von Gelöschtes Mitglied , 04.12.2016 22:24

Alle Unterlagen,alle Berichet und Aussagen mögen richtig sein,aber Du als Modellbauer mußt wissen was für dich und dein Modell gut ist.

Baust du ein Standmodell da sind wohl die ausgeschwungenen Beiboote richtiger und dekorativer.
Baust du aber ein Fahrmodell wirst du sehr schnell feststellen das ausgeschwungene Boote nicht optimal für Äste,Zweige und die anderen Boote die sich auf dem Teich befinden für dein Modell von Vorteil sind.

zuletzt bearbeitet 05.12.2016 10:41 | Top

RE: SMS Emden von Graupner

#19 von Gelöschtes Mitglied , 05.12.2016 15:45

Ganz nach unten scrollen und Markgrafs Beitrag mit der Linoleumherstellung lesen.
Demnach kann es nur rotbraun gewesen sein

Holzdecks


RE: SMS Emden von Graupner

#20 von SMY , 08.12.2016 20:19

... Heckwappen, punktuell kommt unter dem Grau noch das ursprüngliche Weiss durch:
https://www.awm.gov.au/collection/RELAWM11356/

 
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RE: SMS Emden von Graupner

#21 von SMY , 08.01.2017 00:48

Nachfolgend ein paar erste, recht leicht realisierbare Tipps zur Verbesserung der Graupner-Emden. Um es vorwegzunehmen: Ich beobachte sehr ehrfürchtig, was Taku aus seiner Graupner-Emden zaubert, traue mir aber das vorausgehende „Schlachtfest“ weder zeitlich noch handwerklich zu und hätte auch Hemmungen, bei dem schönen Modell mit seiner für meinen Anspruch ab Werk sehr sauberen Verarbeitung derart ans Eingemachte zu gehen. Bei den nachfolgenden Tipps geht es daher eher um „sanfte“ Verbesserungen:

Auf dem ersten Bild zu erkennen sind Signaldeck und Brückendeck mit Persening (schon an anderer Stelle hier im Forum thematisiert) und "Linoleumbelag" mit Messing-Schienen. Geliefert wurde das Modell ab Werk mit hübsch simulierter aber eben nicht vorbildgetreuer Holzbeplankung auf Signal- und Brückendeck sowie den drei Scheinwerfer(richt)plattformen. Die einfachste und schnellste Möglichkeit für die Umwandlung in ein Linoleum Deck (oder auch dunkelgrauer Überdeckung auf den Scheinwerferplattformen) ohne das Risiko, die schöne Spritzlackierung des Modells in Mitleidenschaft zu ziehen, besteht m.E. in der Verwendung hochwertiger Selbstklebefolie, die entsprechend zurechtgeschnitten verlegt werden und dann mit ein paar Messingleisten (z.B. Abfallprodukten von Ätzteilsets) garniert werden kann. So bin ich auch zwischen den Schornsteinen verfahren. Der Standort von Kompassen, Lüftern und dergl. kann mit der Lochzange ausgestanzt und durch je einen kleinen Schnitt vom Folienrand her zum Loch für die entsprechenden Objekte zugänglich gemacht werden; der Schnitt ist nach dem Aufkleben der Folie praktisch nicht mehr wahrnehmbar. - Ein Huff-Plan oder das HMV-Kartonmodell ist beim Zurechtschneiden des "Linoleums" hilfreich, wenngleich das Modell hier und dort – z.B. bei der Anordnung von Niedergängen – leicht mal um ein paar mm von den Vorlagen abweicht. - Die ab Werk leider dunkelgrün lackierte Vor- und Achterback bleibt bei mir erst mal dunkelgrün, der Farbunterschied beißt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung nicht mit dem bräunlichen Linoleum-Ton; ohne direkte Einstrahlung ist ein Farbunterschied erst auf den zweiten Blick erkennbar.

Auf dem zweiten Bild erkennbar sind von unten nach oben u.a. die kleinen Rumpföffnungen oberhalb der Wasserlinie (ausgestanzte Klebefolie mit 2 mm Durchmesser, Anordnung gem. Huff-Plan, 1,5 mm gibt meine Lochzange nicht her), die in ultramarineblau (RAL 5002) spritzlackierte Kommandantengig, Richtungskegel sowie Kommandantenwimpel, getränkt und getrocknet in Ezekote, meiner beliebten modellbauerischen „Allzweckwaffe“, hier um der Schwerkraft des langen Stoffwimpels entgegenzuwirken.

Das erwähnte Ultramarineblau der Kommandatengig habe ich erst beim dritten Durchlesen im Kleingedruckten des Huff-Planes entdeckt. Nach meinem Eindruck aus dem Vergleich mehrerer Fotos wurde übrigens der Auslandsanstrich der Emden wohl zwischen den ersten Probefahrten und der Begleitung der Kaiseryacht im Sommer 1909 sowie dem endgültigen Aufbruch nach Übersee im April 1910 sukzessive ergänzt (safrangelber und roter Streifen außenbords evtl. erst in Q1 1910). Laut Huff hat Emden dann erst im März 1911 das 96er grau erhalten, was auch deshalb schlüssig erscheint, weil sie zu diesem Zeitpunkt nach ihrer Ausreise aus Deutschland zum ersten Mal wieder die Gelegenheit zu einem längerem Dock-Aufenthalt hatte. Die Gig selbst ist vermutlich irgendwann zwischen Herbst 1909 und dem vollständigen Auslandsanstrich ihres Mutterschiffes im März 1910 von dunkelblau auf weiß umlackiert worden. Aus meiner Sicht ergibt das dunkelblau der Gig in jedem Fall einen netten kleinen farblichen Akzent und passt recht gut zur leicht sterilen, „werftneuen“ Spritzlackierung.

Unlackierte Kunststofffiguren in 1:100 (s. vor der Gig, Bild 2) findet man z.B. im Architekturzubehör. 6-7 unlackierte Figuren über das Schiff verteilt sind m.E. völlig ausreichend, um dem Betrachter einen dezenten Eindruck von den Größenverhältnissen zu vermitteln.

Zur recht sparsamen und kompakten Heckzier s. Bild 3 und https://www.awm.gov.au/collection/RELAWM11356/
Entweder sind die rechts und links unten auslaufenden Ranken irgendwann abgebrochen, oder sie waren tatsächlich kürzer, als üblicher Weise dokumentiert bzw. gemalt.

Je länger man im Übrigen das Modell mit dem Huff-Plan abgleicht, um so mehr stellt man fest, dass ab Werk ein sauber verarbeitetes und in den Abmessungen stimmiges, aber in den kleinen Details allenfalls zu 70% vollständiges Modell geliefert wurde, welches noch viel Spielraum lässt, um es im Laufe der Zeit stetig zu vervollständigen (z.B. über Heckzier, Back- und Schraubenschutzspieren, optimierte Boote (ein paar rote Rettungsringe und sauber zugeschnittenes,dünnes Holzfurnier über den Ruderbänken wirken hier bereits Wunder), Antennen, Schläuche usf.). Sich hierauf nach und nach einzulassen, bereitet mir momentan viel Freude. Ich möchte außerdem im Laufe des Jahres mit Heißluftföhn noch einen passenden, einteiligen Acrylständer in der Stärke 5mm herstellen und habe vor, hierzu noch in gesondertem Faden eine kleine Anleitung einzustellen.

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RE: SMS Emden von Graupner

#22 von SMY , 13.02.2017 18:48

… Das vormals dunkelgrüne vordere Drittel des Modells (angestrebter Zustand: 1910) ist jetzt ohne Demontage irgendwelcher Aufbauteile fast komplett auf braunes „Linoleum“ umgestellt, ebenso die Aufbauten im mittleren Bereich (s. verlinkte Bilder unten, dass die Hängemattenkästen der Emden jedenfalls im Jahre 1910 ganz offensichtlich keine Linoleumauflage hatten und folglich hier gelb bleiben, habe ich kürzlich bereits im Thread von Martin vermerkt). Verwendet habe ich an Material

a) feinen Stahldraht und Revell-Acrylfarbe „Messing“ für die vorderen Messingauflagen rund um die Ankerwegerung bis zum Wellenbrecher (ab dem Wellenbrecher sind die Messingauflagen schon ab Werk filigran durchaus aus dem grünen Kunststoffdeck herausgearbeitet und müssen nur mit feinem Pinsel in Messing lackiert werden)

b) für den Linoleumbelag Selbstklebefolie dieses Anbieters http://www.selbstklebefolien.com/; gut geeignet, wenn auch mangels Rotstich nicht ganz ideal erschien mir der matt erhältliche Farbton D507 (= dunkel)braun.

Das Prinzip besteht mit diesem Material darin, die Klebefolie entsprechend dem Linoleum beim Original abschnittsweise zu verlegen. Falls es jemand mit einer auf Vorkriegszustand getrimmten Graupner-Emden nachmachen möchte, hierzu noch ein paar Tipps: Eine gute Hilfe beim Zurechtschneiden der Folienabschnitte bieten zuvor selbstgefertigte Schablonen auf Basis der Draufsicht des Huff-Planes, die allerdings insbesondere in der Positionierung kleiner, im jeweiligen Folienabschnitt auszusparender Zubehörteile gefühlt in der Regel nur zu 90% mit dem Graupner-Modell übereinstimmen. Daher empfiehlt sich zunächst stets ein trockenes Probelegen der Schablonen mit anschließendem Feintuning (Nachbearbeitung der Schablone mit Schere und/ oder Lochzange) - und im zweiten Schritt dann jeweils nochmal dieselbe Prozedur mit der bereits auf Basis der Schablone ausgeschnittenen Folie. Danach ist es endlich Zeit zum ersehnten Aufbringen der selbstklebenden Folie, dabei verzeiht einem die Folie auch mehrere Anläufe, bis ihre Position perfekt ist und etwaige Luftbläschen verschwunden bzw. notfalls mit Hilfe einer Injektionsnadel minimiert sind, beim Aufbringen der Folie auf gute Beleuchtung achten! Diese ganze, für jeden Abschnitt wiederholte Prozedur ist etwas zwar etwas nervig, aber gut und gemütlich zu bewältigen, wenn man die Ruhe bewahrt und sich pro Feierabend z.B. nicht mehr als zwei „Linoleumabschnitte“ in dieser Weise vornimmt. Bei ungefähr 50 Linoleumabschnitten auf dem ganzen Dampfer ist man dann in ca. einem Monat mit dem kompletten Modell durch; aus meiner Sicht lohnt sich dieser Aufwand aber optisch in jedem Fall. Hier ist jetzt gut die Hälfte geschafft und man fühlt sich fast wie ein „Kartonist“.  Ob man diese doch etwas komplizierte Methode auch bei einem Eigenbau verwendet, mag jeder für sich entscheiden – die Zeit wird zudem zeigen, wie die Folie nach ein paar Jahrzehnten am Modell aussieht - bei der bereits montierten und sauber spritzlackierten Graupner-Emden schien es mir aber die einzige Möglichkeit zu sein, Schritt für Schritt ein sauberes Ergebnis zu erzielen, ohne Aufbauten und zahlreiches kleines Deckszubehör zuvor gewaltsam demontieren oder extrem aufwändig abkleben zu müssen.

Je ein kleiner, schmaler Abschnitt am Schanzkleid unterhalb der Brücke ist mit der beschriebenen Methode kaum zugänglich, bei normalem Tageslicht (anders bei gnadenlosem Blitzlicht) allerdings auch kaum sichtbar. Das ursprüngliche vorhandene Dunkelgrün wurde ansonsten an meinem Modell weitgehend nur noch dort sichtbar gelassen, wo ein zusätzlicher Linoleumbelag am Original entweder ziemlich sinnlos gewesen oder sogar im Betrieb rasch beschädigt worden wäre, nämlich erstens im Bereich der Ankerwegerung, zweitens im Bereich des vor dem Wellenbrecher backbord aufliegenden Ankers (dort war übrigens auch der falsche Auslieferungsverlauf der Reling durch einen sanften Knick nach innen zu korrigieren!) sowie drittens auf der Laufbrücke. Ob das Schiff nun gerade im Jahre 1910 in diesen sehr beanspruchten Bereichen, auf denen regelmäßig heftig „die Funken flogen“ dunkelgrün, schwarz, eisengrau, pink oder sonst wie gepönt war – wenn es denn dort überhaupt gepönt war - ist wohl nach mehr als hundert Jahren kaum noch seriös zu rekonstruieren, dann kann man diese kleinen Bereiche im Grunde auch gleich dunkelgrün lassen.

Die beiden Bojen an der Reling in Bugnähe sind übrigens rot und grün lackierte Forellenköder aus dem Baumarkt, in der Mitte „garniert“ mit je zwei geäzten Bullaugen.

@ Admin, da ich mit diesem Modell doch noch einige weitere Modifikationen vorhabe, möchte ich anregen, den Thread ggf. in den Bereich Bauberichte zu verschieben, danke!

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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#23 von SMY , 15.02.2017 23:37

... Noch ein paar Linoleumimpressionen:

Auf der unten verlinkten Vogelperspektive stehen am Modell zwei Varianten von Messingschienen zur Auswahl: Etwas breiter und hochglänzend (Brücke), schmal und eher matt (Back). Welche wirkt realistischer? Hier in diesem Zusammenhang auch noch ein schöner Eindruck von einem (beanspruchten) originalen Linoleumdeck (allerdings Emden III): www.ebay.de/itm/KREUZER-EMDEN-orig-Foto-...ocAAOSwAKxWX3SE http://www.ebay.de/itm/KREUZER-EMDEN-ori...%3D111839841915

Mit etwas Friemelei ist es doch noch gelungen, die noch fehlenden Linoleumabschnitte an den Schanzkleidern unterhalb der Brücke zu verlegen (s. Photo) - begünstigend kam hinzu, dass die beiden Träger der Brücke ca. 1 mm über der Back schweben - wie schön, wenn Fehler auch mal zu was gut sind ...

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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#24 von SMY , 17.02.2017 22:30

... Bevor auch auf der Hütte "Linoleum" verlegt wird, habe ich allen vier Kompassen, darunter auch dem auf dem achteren Artillerieleitstand, je eine kleine ausgedruckte Kompassrose spendiert und mit Ezekote auf das Gehäuse laminiert (s. Bild). Allerdings war das auf dem achteren Leitstand evtl. vergebliche Liebesmüh - oder hat jemand einen fotographischen Beleg für einen solchen vierten Kompass?

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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#25 von Chrissi , 17.02.2017 22:48

Schaut wirklich super aus , gefällt mir sehr!

Viele Grüße

Chrissi

 
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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#26 von kawa1705 , 17.02.2017 22:52

kann ich mich nur anschließen

Gruß

Rüdiger

 
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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#27 von SMY , 18.02.2017 12:47

... Danke :-)! Ich habe gestern nochmal im Netz nach Belegen zum vierten Kompass achtern gesucht, bin aber nicht wirklich fündig geworden. Immerhin habe ich diese nette Fotosammlung (Marineschiffe bis 45) entdeckt, da sind auch einige kaiserliche Fotos, die ich noch nicht kannte, z.B. von der Flottenparade in NY. Es ist ganz nett, die Sammlung mal ab den Bildern 64 ff. aufwärts durchzusehen:

http://www.ostufer.net/de/component/joom...ms-7387#joomimg

 
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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#28 von Gelöschtes Mitglied , 18.02.2017 13:29

Ohne das ich mich eingehend mit dem schiff beschäftigt habe.
1.Kompass im Panzerturm
2.Kompass auf der Brücke.
3. Kompass = Mutterkompass auf dem Podest hinter dem letzten Schornstein.
4.Kompass vor dem Notruderstand auf dem Backdeck


RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#29 von SMY , 18.02.2017 13:44

Danke!

Nachfolgend noch ein paar Rechercheergebnisse, zu den Anstrichphasen der Emden, die sich für mich aus einer kombinierten Auswertung von Huff-Plan, Angaben von Lochner sowie verschiedener Fotos ergeben. Aus meiner Sicht kann man wohl vier Phasen unterscheiden:

Phase 1 (Q2 1909): "Am 13. April 1909 fragte die Werft an, ob das nun ins Dock verholte Schiff einen grauen oder weißen Überwasseranstrich erhalten solle. Die Konstruktionsabteilung des Reichsmarineamtes antwortete am 17. April 1909, das Schiff solle einen grauen Überwasseranstrich erhalten" (vgl. Lochner S. 448).

Phase 2 (ca. Q3/4 1909, Q 1/1910): "Das Schiff lag am 29. August 1909 mittags gebunkert in Swinemünde als Begleitschiff der kaiserlichen Yacht 'Hohenzollern'" (Lochner, S.449): Schlussfolgerung -> Die Gig der zu dieser Zeit offensichtlich noch seit April/ Mai grau gestrichenen Emden hatte vermutlich ungefähr ab diesem Zeitpunkt den ultramarineblauen Anstrich (RAL 5002) von dem im Huffplan wohl nicht ganz korrekt in Kombination mit dem erst im April 1910 vorgenommenen Tropenanstrich des Kreuzers die Rede ist! Diese Phase 2 wäre doch für Besitzer einer grauen (Graupner-)Emden eine nicht uninteressante zeitliche und farbliche Alternative, mit der sich das triste Grau (sorry) etwas auflockern lässt?! Auch auf dem bekannten, dem Huffplan beiliegenden Photo der kurz zuvor am 20. August 1909 durchgeführten Meilenfahrt der Emden ist bereits eine dunkel gestrichene Gig erkennbar.

Phase 3 (Q2 1910-Q1 1911): "Am 9. April 1910 wurde von Admiral Graf Baudissin der Reiseplan vorgelegt. 'Emden' hatte inzwischen den weißen Tropenanstrich erhalten" (Lochner S. 450). - Auch die Gig war dann vermutlich bereits zu dieser Zeit, spätestens aber im Juli 1910 bei der Ankunft auf Samoa (nach grau und blau) erstmals weiß gepönt (letzteres wird eindeutig durch Bild 12 dieser Fotosammlung belegt: http://www.ebay.de/itm/19-Fotos-s-w-eine...LQAAOSw-0xYlLHI) Die Kombination weiße Emden, blaue Gig, die der Huffplan für den Zeitraum 4/1910 bis 3/1911 vorschlägt - @ Martin, das ist gerade auch für Dein Projekt interessant - hat es also offensichtlich so entweder gar nicht oder nur noch sehr kurze Zeit gegeben. Ich darf meine blaue Gig also wieder umpönen :-(, hätte ich man gleich auf Fuzzy gehört ;-) ... Bild 7 der oben verlinkten Sammlung belegt zudem für diesen Zeitpunkt fehlenden Linoleumbelag auf den Hängemattenkästen.

Phase 4 (ab Q2 1911): "22.3-14.4.1911: Emden führt Jahresüberholung in Tsingtau durch" (Lochner S. 454): Bei dieser Gelegenheit ist Emden dann wieder entspr. Phase 1 endgültig grau gestrichen worden - das deckt sich dann auch mit dem Huffplan, der für die Zeit ab März 1911 96er grau angibt. Möglicherweise haben die Hängemattenkästen ab diesem Zeitpunkt dann auch bereits den Linoleumbelag erhalten, den man z.T. auf an Bord der zerstörten Emden aufgenommenen Bildern erkennen kann.

Ende der Detektivarbeit

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RE: SMS Emden von Graupner (1910)

#30 von Chrissi , 18.02.2017 19:28

Da möchte einer bei eBay 1.850 € für 19 Bilder von der Emden!!!!!!, ich fasse es nicht!

Dafür könnte SMY die Emden in sämtlichen Farbzusammensetzungen bauen

 
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